| Spezielle
5 Gang und 6 Gang Getriebe |
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5 Gang Getriebe |
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Weil 90 ccm sozusagen den Mittelwert
darstellen und die meißten davon Drehzahlen bis ca. 10500 U/min nutzen
hier zur Veranschaulichung folgende Diagramme
Die Km/h Angaben und die Bandbreite beziehen sich auf diese 90er
Die Diagramme zeigen die Überschneidungen der
Ganganschlüsse
Das gilt für fast alle Hubräume, nur mit anderen Km/h Werten.
Bandbeginn
Bandmitte bzw. max Nm
Bandende
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A
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5 Gang Getriebe
standard
für die meißten Anwendungen bis 80 ccm |
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1.Gang 10 : 44
2.Gang 16 : 40
3.Gang 19 : 36
4.Gang 22 : 34
5.Gang 24 : 32 |
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B |
5 Gang Getriebe
mit langen + verstärkten 1.Gang
bis 80 ccm |
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1.Gang 10 : 42
länger + verstärkt
2.Gang 16 : 40
3.Gang 19 : 36
4.Gang 22 : 34
5.Gang 24 : 32 |
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C |
5 Gang Getriebe
mit langen +
verstärkten 1.Gang
mit verstärkten 2.Gang
bis 125 ccm |
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1.Gang 10 : 42
länger + verstärkt
2.Gang 16 : 40 verstärkt
3.Gang 19 : 36
4.Gang 22 : 34
5.Gang 24 : 32 |
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D |
5 Gang Getriebe mit langen 1.Gang
mit verstärkten 1.+2.+3.Gang
bis 125 ccm für härteren Einsatz |
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1.Gang 10 : 42
länger + verstärkt
2.Gang 16 : 40 verstärkt
3.Gang 19 : 36 verstärkt
4.Gang 22 : 34
5.Gang 24 : 32 |
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E |
5 Gang Getriebe
mit verstärkten 1.+2.Gang
mit langen 1.+5.Gang
bis 125 ccm |
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1.Gang 10 : 42
länger + verstärkt
2.Gang 16 : 40 verstärkt
3.Gang 19 : 36
4.Gang 22 : 34
5.Gang 25 : 31 länger |
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F |
5 Gang Getriebe
verstärkt für Tuning + Rennsport
mit langen 1.+4.+5.Gang |
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1.Gang 10 : 42
länger + verstärkt
2.Gang 16 : 40 verstärkt
3.Gang 19 : 36 verstärkt
4.Gang 23 : 32 länger
5.Gang 25 : 31 länger |
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G |
5 Gang Getriebe
verstärkt für Tuning + Rennsport
mit langen 1.+3.+4.+5.Gang |
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1.Gang 10 : 42
länger + verstärkt
2.Gang 16 : 40 verstärkt
3.Gang 20 : 36 länger + verstärkt
4.Gang 23 : 32 länger + verstärkt
5.Gang 25 : 31 länger + verstärkt |
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Beseitigte Herstellerfehler
unten folgend beschrieben siehe Schaltwalze
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Hier einige
Hinweise
Getriebe A und B sind für die meißten Tuning Motoren bis ca. 80 ccm
optimal.
C ist wie B, jedoch 2. Gang
verstärkt und damit auch für 85er, 90er bis 125 ccm haltbar.
D wird recht häufig gefragt. Nachteil ist, das ausgerechnet
im letzten Gang der große Sprung ist
wo es Motoren vom Tempo her schon schwer genug haben. Unter 100 ccm nicht
zu empfehlen.
E hat den Nachteil von D nicht. Der Sprung sitzt hier schon im 3.Gang.
Damit ist
4. und 5.Gang frei mit entsprechend mehr Kraftanschluss.
F ist ausgewogener ohne Sprung, für quasi alle
Hubräume geeignet bis MTX hoch. Ein Optimum.
G
ist wie F, + bis zum letzten Gang durch verstärkt
Generell
gilt, das Wheelie und Geländesport Spitzendrücke erzeugen.
Die liegen einiges höher als bei normaler Fahrt, vor allem
schlagen die Impulsartig.
Solche Impulse kann nur eine Ruckdämpfung
abfangen.
Weil genau genommen immer nur 2 Zähne als Paar die Kraft
übertragen
ist es gut wenn man sich beim Wheelie fahren hinein
denkt.
Ansonsten gilt auch:
Für starke Motoren mit Membran und Renneinsatz sollte auch der
3.Gang verstärkt sein.
Ab 4.Gang spielen Verstärkungen kaum eine Rolle weil der hohen
Übersetzung wegen die
sicher
übertragbaren Nm Kräfte höher sind als ein Zylinder je erzeugen könnte.
Vielleicht 2 Zylinder.
Der R180 mit Getriebe F konnte im 5. Gang angefahren werden.
Anschieben ging auch nur im 5.Gang und brauchte selbst damit noch 3 Mann.
Für Getriebe mit Verstärkungen bitte Einbauanleitung beachten.
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Langer 1. Gang 12:44 benötigt:
- spezielle Kupplungswelle mit
12 Zähne
- spezielles 44 Zähne Rad mit kleineren Durchmesser
- spezielles Kickstarterrad mit größeren
Durchmesser
- Motorgehäuse passend ausfräsen
- im Bild, links: Kickstarterrad Serie, rechts für 12:44
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Langer 1. Gang 42
Zähne benötigt keine Spezialteile
Kein Fräsaufwand am Gehäuse.
Es ist ein Zahnrad das zu serielle
Kupplungswellen
und in jeden 3, 4 und 5 Gang Motor passt.
Weil verstärkt ist es für Serie, Tuning und Rennsport nutzbar
Im Bild:
oben 42 Zähne verstärkt
mitte 44 Zähne vom 12:44 schmaler
unten 44 Zähne von seriellen 10:44 (3 und 4 Gang)
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6 Gang Getriebe |
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gehärtet und bis
20 Nm belastbar
Deutsche Fertigung
passt in jedes Motorgehäuse ohne
großen Aufwand |
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Regelmäßig gehen Fragen ein welches Getriebe passt wozu und
warum
Warum gibt es am Markt Getriebe mit 2 und 3 Punkt Arretierung
usw.
All das lässt sich verstehen wenn man in die Entstehung und in die
Funktion blickt
Bei Simson wurden 3 und 4 Gang Getriebe aus gesinterten Material
gefertigt
Diese Getriebe waren so hart und stabil das Sie quasi ewig halten
Sogar heutiges Tuning über 20 PS halten die zuverlässig stand
Diese Original DDR Getriebe sind so simpel und zuverlässig
das sogar Laien Einbau und einstellen hin bekommen
Dann zur Wendezeit mit Sperber MS 50 baute Simson 5 Gang Getriebe
Im wesentlichen das selbe Material, aber schmalere Zahnräder +
längerer 1.Gang usw.
Heutige 5 Gang Getriebe sind davon abgeleitet
Hersteller ist nicht mehr Simson womit einige Schwierigkeiten
auftauchten
Zuerst Schaltprobleme, dann Zahnrad- und Ziehkeilbrüche,
zu schwaches Material, ungenaue Maße usw.
Damit begann vor vielen Jahren die Ähra, das hier und da
Experimente starteten
zur Verbesserung der Haltbarkeit und der Funktion an sich
Eine der ersten Maßnahmen war verstärkter Ziehkeil den es nunmehr
seit 20 Jahren gibt
Danach fragen macht kaum Sinn weil seitdem nahezu alle
verstärkten Ziehkeil haben
Um Funktionen zu verbessern gingen sehr viele Leute eigene Wege
Ebenso viele Lösungen kamen auf den Markt, oft mit viel Werbung
Manches traf den Kern des Problems, anderes ging daran vorbei
Ein Herstellerfehler hat sich bis heute hartnäckig gehalten
obwohl er seit vielen Jahren bekannt ist
Er ist sogar von Laien ganz leicht zu erkennen |
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Die
Position der Stifte zum Wellenraster
Ein Stift immer mittig zum
Berg |
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serielle
4 Gang und DDR
5 Gang Schaltwalze
Stifte mittig zum Berg |
Import 5 Gang Schaltwalze
Stifte außermittig zum Berg
Herstellerfehler |
5 Gang Schaltwalze
Stifte mittig zum Berg
hier einzeln korrigiert |
Die
genaue Position Stift zu Berg macht den Unterschied
Besonders bei schnellen
schalten und starker Belastung
Erklärung im Detail |
Betrachtet man den
Schaltvorgang als ganzes kommt man schnell drauf
was schief läuft wenn die Position außermittig ist
Zuerst muss der Schalthebel in der Nullposition stehen damit ein
Gang eingelegt werden kann
Nach dem Schaltvorgang geht der Hebel und die ganze Mechanik wieder zurück in
den Nullpunkt
In diesem Nullpunkt wird die Schaltwalze auf dem Wellenraster vom
Rasthebel fixiert
Damit klickt auch der Schalthebel wieder in der Schaltwalze an den
Stiften ein
So ist der nächste Schaltvorgang vorbereitet, egal ob hoch oder
runter
Wenn die Stifte nicht mittig zum Wellenberg liegen rastet der
Schalthebel nicht wieder im Nullpunkt ein
Damit erfolgt regelmäßig verschalten ab dem 2. Schaltvorgang
Man landet zwischen 2 Gang Paaren quasi in deren Leerlauf
Es genügt die kleinste Belastung auf die Zahnräder die über die
Kugeln den Ziehkeil wegdrücken
in den Leerlauf zwischen die Paarung
Dann betätigt man nochmal und schon ist man im übernächsten Gang
Also muss man wieder runterschalten bis endlich der Gang drin ist
den man eigentlich wollte
Was passiert noch?
Bei diesen Verschaltaktionen leiden Kugeln und Ziehkeil
Solange bis im Ziehkeil eine Spur der Kugeln eingestempelt wurde
inklusive heraus
führende Sprungspur im Ziehkeil
Damit drücken die Kugeln dann von sich aus den Ziehkeil weg sobald das Zahnrad
auf Belastung geht.
Die Kugeln erreichen die Sprungspur und schon ist der Gang wieder raus.
Das steigert sich soweit bis man nicht mal mehr anfahren kann.
Da hilft nur ein neuer Ziehkeil und zusätzlich die Ursache
beseitigen
Hier nun an 3 Punkt Arretierung denken ist an der Ursache vorbei.Eine 3 Punkt Arretierung
versucht den Ziehkeil kräftiger in der Position zu halten
An sich kein Nachteil, klingt eher nach Vorteil
Das Problem ist nur, das es garnicht der Auslöser ist
Mit korrekter
Schaltwalze findet der Ziehkeil seine Position und wird dort auch von 2
Punkt sicher gehalten
Wenn der Ziehkeil jedoch von versetzte Stifte der Schaltwalze auf
eine Zwischenposition gesteuert
wird,
dann ist dort
keine Rastposition vorhanden und damit auch die Arretierung machtlos
Weil 3
Punkt Arretierung stärkeren Druck übt kann sie den Ziehkeil noch ca. 1
mm ran holen
und so in die Null bzw. Rastposition zwingen. Vibrationen des Motors
ermöglichen es
Der eigentliche
Verursacher, die Stifte der Schaltwalze ist damit jedoch noch aktiv
So kämpft die
Arretierung fortlaufend bei jedem Schaltvorgang gegen die Stifte der Schaltwalze
Die Kugeln
zwischen Ziehkeil und Zahnrad ebenso samt Bohrungen in der Welle. Das
arme Material
Nur das man es
nicht mehr mit einem Signal nach außen gemeldet bekommt
Mit Leerlauf wo
eigentlich keiner ist
Nun auch die Kugeln verstärken wäre die nächste Idee.
Aber ist das
nicht noch weiter am Kernproblem vorbei ? Stichwort Stifte der
Schaltwalze.
3 Punkt ist gut,
korrekte Schaltwalze ist besser, beides zusammen noch besser
Damit das
Schaltsystem vollendet arbeitet, müssen alle Schaltwalzen einzeln
gecheckt werden
Spiele minimiert
und weiteres
Vielleicht wird
irgendwann ein 5 Gang Hersteller eine DDR Schaltwalze in Händen
halten
und sich fragen,
warum Simson wohl Stifte mittig zum Wellenberg gebaut hat ?
Womit diese
Getriebe keine Schaltprobleme haben
Simson hat auch
nach Zeichnung gefertigt, sich aber nicht dahinter ausgeruht
Die
Entwicklungsabteilung hatte verschiedene Entwürfe erstellt
und diese mit
kleiner Stückzahl Probehalber auch in die Fertigung gereicht
Womit sich die
Frage ergibt an welche Zeichnung man geraten ist ?
An eine die als Entwurf stand oder die entgültig fertige ?
Weder bei 3, 4
noch 5 Gang war vorgesehen die Stifte der Schaltwalze neben den
Wellenberg zu setzen
Das alle paar Monate Liefermargen mit immer neu versetzten Stiften
auftauchen
ist eindeutig
Hersteller Abweichung, mal so, mal so.
Bei der Versteigerung die nach dem Ende des Simsonwerkes erfolgte,
flatterten
Zeichnungen und Bauteile auf den Fußböden der Hallen
Jeder stöberte, zerrte raus und warf hin.
Schaltwalzen
lagen zu hunderte rum und wurden mit dem Fuß weg gekickt
damit der Stapler
nicht drüber holpert. Das nur am Rande zum Thema Schaltwalze und
Baupläne.
Bei den 6 Gang Getrieben
wurde der Fehler außermittiger Stifte garnicht erst begangen
Siehe da die
schalten wie Butter obwohl dort die Patzverhältnisse noch enger sind
An der Gang
Anzahl liegts also wirklich nicht
Es wurde kein
sprödes Material ohne Härtung verwendet
wie es 5 Gang
Getriebe aus Fern Ost an sich haben und deswegen um Verstärkung "bitten"
5 Gang Getriebe
haben ab Hersteller enorme Spiele
die man je
einzelnen Motor auch einzeln minimieren muss
Bei 6 Gang
Getriebe ist das von vorn herein auf Minimum
Deutsche
Fertigung mit korrekter Härtung und Material
Da ist jedes
Detail top was man sofort schon beim Einbau merkt
Ob nun
Schaltwalze, Stifte oder Wellenberg, Führungsbahn, Hebel, Ziehkeil,
Kugelpassungen
Alles passgenauer
als je DDR Original hatte
3 Punkt
Arretierung ist unklusive.
Das ganze ist
recht klug verstärkt, je Gangpaar auf deren Kräfte ausballanciert
Ich verstehe wenn
der Hersteller sagt, das er 5 Jahre Entwicklung investiert hat.
In der Zeit
gebaut, getestet, weiter verbessert, weiter getestet
bis endlich
an die 20 Nm standfest
wurden
Rückschläge
haben nicht aufgehalten, nur dazu geführt noch besser zu bauen
Sowas geht nicht
einfach so und braucht lange Zeit Hingabe.
Das ganze auch
noch in verschiedene Abstufungen, Hut ab.
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